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16.10.2013

Weltkulturerbe: Dubrovnik

20.10.2013 Sonntag, 56. Tag
Auf zum naechsten UNESCO Welterbe Natur und Kultur: Kotor in Montenegro. 3 km Wanderung durch Dubrovnik vom neuen zum alten Hafen. Faehre nach Cavtat. Bisher waren meine Schiffsfahrten immer sehr ruhig. Heute endlich mal, nach 50 Jahren, etwas Seegang. Es ist schoenstes sonniges Wetter, aber das kleine Boot schaukelt ganz gut auf den Wellen. Mein Rucksack rutscht gar von der Sitzbank. Mir gefaellt es. Aber Tocco kommt damit erst gar nicht klar, weiss gar nicht, wie er sich hinstellen soll. Legen geht gar nicht. Ich denke bei mir: "Gleich kotzt er." Ich halte ihn fest, damit er was zum Gegenlehnen hat und ihn stabilisiert. Nach einer Weile lasse ich ihn los. Er lehnt sich selbst gegen die Sitzbank und steht stabil in dem Geschaukel. Wieder was gelernt mein Hund.

Ich befuerchte, auf der Hauptstrasse laufen zu muessen, auf der die Autos an uns vorbeirasen und laermen. Aber direkt in Cavtat finden wir einen "Footpath" nach Cilipi. Autofrei.

Zwischen den vielen Felsen, Steinen und Dornen einen kleinen Platz zum Schlafen zu finden ist gar nicht so einfach. Wir muessen eine Weile suchen. In der Naehe von Popovici, direkt am Steihang der Mittelmeerkueste gelingt es, mit wunderschoener Aussicht auf die Berge Snijezn Ca, den Nationalpark Orjen (1893 m), das Meer und sogar bis nach Montenegro, zur Bucht Kotor und die Berge dahinter.

19.10.2013 Samstag, 55. Tag
Reparieren, zum Beispiel Guerteltasche naehen. Rucksack packen. Faulenzen. Musik hoeren. Radreise-Blog von Carol und Tim aus Kanada lesen: www.carolanneblack.com

18.10.2013 Freitag, 54. Tag
Waschtag.

17.10.2013 Donnerstag, 53. Tag
Vormittag faulenzen wir. Mittags laufen wir die 3 km zur Altstadt. Ich bin ja kein Freund von Staedten. Aber Dubrovnik gefaellt mir. Koennte hier leben, wenn bloss diese slawische Sprache nicht waere. Cool: kein einziges Auto in der ziemlich grossen Altstadt, komplett Autofrei, viele junge Leute, sehr atmosphaerisch und romantisch, ... am Besten gefallen mir die kleinen steilen, engen Seitengassen. Die Hauptgasse der Altstadt, der Stradun, ist von Touristen ueberlaufen. Aber man braucht nur in eine Seitengasse abbiegen und es wird deutlich ruhiger.

Auesserst interessant finde ich diesen Teil der Geschichte Dubrovniks:
"Nachdem die Slawen die Bevölkerung von Epidaurum vertrieben hatten, siedelten sie sich in dieser Stadt an. Sie gründeten ebenfalls eine Siedlung auf dem Festland am Fuße des Sergiusberges gegenüber jener Insel, auf welche die romanische Bevölkerung geflohen war, auf einem Landstück, das von einem dichten Eichenwald bedeckt war. Da die Eiche im Slawischen dub hieß, bildete sich daraus höchstwahrscheinlich die Bezeichnung Dubrovnik.
Mit der Zeit entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen zwischen der Insel-Siedlung und der slawischen Bevölkerung auf dem Festland. Im 12. Jahrhundert wurde der Kanal zwischen dem Festland und der Insel aufgeschüttet, wodurch die beiden Siedlungen zusammenwuchsen. Heute befindet sich an dieser Stelle die berühmte Hauptstraße Dubrovniks, der Stradun (die Placa ist der zugeschüttete Meeresarm, der die Insel vom Festland trennte). An dieser Nahtstelle entwickelte sich später das Zentrum der vereinigten Stadt."
aus Wikipedia

16.10.2013 Mittwoch, 52. Tag
Um 5:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir packen schnell zusammen und laufen die 5 km zum Hafen. Mit der Schnellfaehre verlassen wir Mljet und damit die kroatischen Inseln. Um 7:45 Uhr sind wir in Dubrovnik.

Campingplatz Solino will 22 € pro Nacht, da nehmen wir lieber ein Appartment mit Kueche und Waschmachine fuer drei Naechte um insgesamt 90 €. Mit Tocco gibt es kein Problem, die Familie hat selbst einen Hund.

Wir goennen uns drei Tage Ruhe, nach den vielen Wanderkilometern in den vergangenen Tagen. Tocco ist  muede, er schlaeft schon wieder. Ich merke das viele Wandern und den schweren Rucksack, vor allem im linken Hueftgelenk.

Kroatien - Die Inseln 3

16.10.2013 Mittwoch, 52. Tag
Um 5:00 Uhr klingelt der Wecker. Wir packen schnell zusammen und laufen die 5 km zum Hafen. Mit der Schnellfaehre verlassen wir Mljet und damit die kroatischen Inseln. Um 7:45 Uhr sind wir in Dubrovnik.

Campingplatz Solino will 22 € pro Nacht, da nehmen wir lieber ein Appartment mit Kueche und Waschmachine fuer drei Naechte um insgesamt 90 €. Mit Tocco gibt es kein Problem, die Familie hat selbst einen Hund.

15.10.2013 Dienstag, 51. Tag
Wir wandern den schmalen Wanderweg an der Nordkueste weiter bis Blato im Inselinneren. Der Weg wird immer schlechter. Tocco stuermt voran und ich stolpere hinter und versuche mir die Aeste und Zweige aus dem Gesicht zu halten. Ich will schon aufgeben, da sehe ich die Strasse vor mir. Wir bleiben auf der Strasse und laufen ueber Babino Polje bis zum Supermarkt und schlafen wieder oben am Berg.

14.10.2013 Montag, 50. Tag
Wir erkunden weiter die zwei Seen. Laufen nach Polace zum Einkaufen. Und vielleicht gibt es eine Faehre ab dort. Es gibt keine. Jedenfalls finde ich keine. Also begeben wir uns entlang der Nordkueste zurueck nach Osten, woher wir gekommen sind. Die Faehre in Sobra werden sie die letzten 3 Tage ja nicht eingestellt haben. Koennte sogar sein, dass es nicht nur die Faehre nach Prapratno gibt, sondern sogar eine nach Dubrovnik.
Kurz nach Polace biegen wir von der Strasse auf einen schmalen Wanderweg ab, wandern ein kurzes Stueck und schlafen an einer Stelle mit bischen Gras und wo der Wanderweg etwas breiter ist.

13.10.2013 Sonntag, 49. Tag
Tocco muss den ganzen Tag hinter mir laufen. Wir erkunden die zwei Seen im Nationalpark Mljet und schlafen bei Pomea.

12.10.2013 Samstag, 48. Tag
Wir wandern nach Westen zum Nationalni Park Mljet. Ein Jogger mit Tagesrucksack rennt uns entgegen und vorbei. Sieht professionel und schnell aus. Was der wohl noch vorhat?

Ploetzlich sehen wir am Strassenrand im Wald einen Supermarkt. Die naechsten Orte sind in beiden Richtungen etwa 3 km entfernt. Die denken wohl strategisch: ein Lebensmittelgeschaeft mittig und fair fuer beide Doerfer.
Wir decken uns mit dem Noetigen ein. Wandern weiter bis zum National Park Mljet. Da biegen drei Wanderwege ab. Endlich runter von der Stasse. Noch zwei Jogger mit Rucksack, zwei Damen. Sie laufen einen Wettbewerb quer ueber die Insel, Mljettrekk 2013. Ich frage sie nach den drei Wanderwegen. Sie zeigen mir eine Wanderkarte der Gegend. Ich moechte sie fotografieren, darf sie aber sogar behalten, sie besitzen noch eine.

Tocco und ich entscheiden uns fuer den ersten Wanderweg nach links, nach Soline. Tocco wirkte auf der Strasse muede oder gelangweilt und lief fast immer hinter mir. Jetzt dreht er auf und rennt vorne weg, zieht mich an der Leine die Huegel hoch und runter. Ich muss arg darauf achten, nicht zu stolpern.

Wir pausieren an ein paar Felsen mit schoener Aussicht auf das Meer, den Nationalpark und Soline. Da wir wenig Wasser haben, lasse ich Tocco frei. Er kann sich selbst was suchen. Eine Weile spaeter hoere ich ihn lautstark und ausdauernd bellen. Auf meine Rufen hin passiert nichts, er bellt nur weiter. Was hat er nun aufgestoebert? Wild? Wasser sicher nicht.
Den schweren Rucksack lasse ich stehen, schnappe mir nur Halsband und Leine, laufe den Berg hoch durchs Gebuesch, immer dem Bellen nach. Dann sehe ich ihn und einen Gemsbock (oder etwas derart) mit Hoernern. Tocco bellt ihn an. Er haelt ihm seine Hoerner hin. Alles Rufen hilft nichts, Tocco kommt weder zu mir noch laesst er von dem Bock ab. Vor Tocco hat er keine Angst, steht direkt vor ihm, aber sobald ich mich naehere, rennt er ein Stueck weiter. So gehts eine Weile durchs Unterholz. Ich rufe, Tocco bellt, der Bock rennt weiter, sobald ich lahme Ente endlich wieder bei ihnen bin. Dann sind beide verschwunden, ich hoere und sehe nichts mehr, gehe zurueck zum Rucksack. Hier kann ich nichts tun, ausser Warten. Tocco wird dem Bock nichts tun, kanns wohl nicht mal. Er bellt ja nach mir, damit ich den Bock erledige. Da treffen zwei sehr unterschiedliche Meinungen aufeinander. Tocco versteht nicht, warum ich den Bock nicht jage. Und ich will absolut nicht, das er einen jagt und im Nationalpark rumbelllt wie ein Irrer.

Nach einer Stunde, um 17:30 Uhr, hechelt er an. Ich lege ihn sofort an die Leine und bin stinke sauer.
Die Sonne verschwindet gleich. Ich suche mir einen kleinen Schlafplatz. Tarp baue ich nicht auf. Tocco ist ja selbstaenig und braucht nicht auf mich hoeren und auch keinen Regenschutz von mir. Hey, Nachts sind um 15° Grad und es sieht nicht nach Regen aus. Und ich nutze notfalls schnell den Biwacksack.

Zum Tagesabscluss geniesse ich Bibel, Sonnenuntergang und einen Peljesac, einen Wein von der Halbinsel, auf der ich gestern war.

06.10.2013

Kroatien - Die Inseln 2

11.10.2013 Freitag, 47. Tag
Wir wandern bis Zuljana und fruehstuecken, durch Weinberge bis Putnikovic. Die Einheimischen lesen gerade die Trauben. Ab nun auf der Strasse immer nach Suedosten.
Tocco wundert sich sicher, warum ich in Serpentinen staendig die Strassenseite wechsle. Er muss immer brav am Strassenrand laufen und wird ausgeschimpft, wenn er in der Strassenmitte laeuft oder einfach die Strassenseite wechselt.
18 km und wir setzen in Prapratno mit der Faehre nach Sobra auf der Insel Mljet ueber.
Noch 5 km wandern den Berg hinauf. Im Dunkeln suchen wir eine Weile, bis wir einen einigermassen flachen Schlafplatz finden.

10.10.2013 Donnerstag, 46. Tag
Wir ueberstehen die Nacht gut und trocken und warm unter Tarp und in Schlaf- und Biwacksack, trotz einiger Gewiter. Es donnert mehrfach sehr laut. Die letzten Naechte waren nicht kalt, circa 15°, sondern feucht.
Morgens wandern wir frueh los zur Kueste hinunter. Auf den Serpentinen hinunter wundert sich Tocco sicher. Er muss immer am Strassenrand laufen und sein Herrchen schimpft, wenn er auf Strassenmitte laeuft oder einfach die Strassenseite wechselt. Und nun wechselt Herrchen staendig die Strassenseite. Warum tut es das?
UebeTrstenik wandern wir an der Kueste lang und finden bald einen einsamen Strand. Da die Sonne endlich mal scheint und viele Klamotten nass sind, lagern wir dort, haengen die Waescheleine zwischen zwei Felsen und lassen die Sonne "arbeiten". Die scheint endlich, endlich.Wir faulenzen in der Sonne und baden. Wenn jetzt noch eine Meerjungfrau mit einem Tischlein-Deck-Dich aus dem Mittelmeer aufsteigt ist der Tag perfekt.
Vielleicht schlafen wir hier. Vielleicht wandern wir weiter nach Suedosten.

09.10.2013 Mittwoch, 45. Tag
Wer sein Tarp unter dem Gesichtspunkt "Gute Aussicht" aufstellt, anstatt "Schutz vor Regen", ist selber Schuld, wenn er Nachts nass wird. Mir laeuft bei einem starken Regen das Wasser unter die Schlafmatte und den Schlafsack. Von oben bleibe ich trocken, aber unter mir rinnt das Regenwasser.
Wir wandern nach Suedosten an der Kueste lang. Dann gibt es einen 400 m langen kleinen Tunnel nach Nordosten. Wir wandern durch, weil von Nordwesten ein Gewitter naeher kommt. In einem Gasthaus in Pijavicino ueberstehen wir das Gewitter.
Als die Sonne rauskommt, wandern wir einen Kilometer weiter und geniessen die Aussicht auf das Meer unter uns. Ich haenge die nasse Waesche auf, aber sie wir nicht trocken, denn die Sonne verschwindet bald hinter einem Berg. Trotzdem bauen wir unser Nachtlager auf und ich schlafe das erste Mal in meinem Biwacksack, weil der feuchte Schlafsack wenig waermt und sich die naechsten Gewitter mit Donnern ankuendigen.

08.10.2013 Dienstag, 44. Tag
In Korcula informieren wir uns per Internet uber die Wettervorhersage, das naechste Welterbe Natur (Kotor) und ueber verschiedene Reisemoeglichkeiten, vor allem Faehren.
Rob der Kanadier, den wir vor ueber einer Woche trafen, schrieb mir eine Email. Er wollte von Split nach Dubrovnik wandern. Ist aber gerade mal 25 km weit gekommen, verbringt die Schlechtwetterphase auf einem guenstigen Campingplatz.
Wir nehmen die Faehre nach Orebic auf der Halbinsel Peljesac. In der Pizzeria Fjaka esse ich ein Kusin Jakov (sprich: Kuschin). Arg lecker. Irgendwie Teig mit Kaese und Shrimps (Krabben).
Wandern dann entlang der Suedkueste bis kurz vor Popobuce. Tocco findet eine viertel Pizza Schinken Salami. Naja, eigenlich sehe ich sie zuerst. Aber Tocco frisst sie.
Wir finden endlich auch ein flaches Plaetzchen in einem Olivenhain mit Aussicht aufs Meer, Korcula und die kleinen Inseln dazwischen.

07.10.2013 Montag, 43. Tag
Wir wandern ueber Pupnat zurueck an die Nordkueste von Korcula. Dann nach Osten bis kurz vor Korcula Ort. Eine Stunde laufen wir im stroemenden Regen. Beide sind patschnass. Der Rucksack bewaehrt sich. Drin bleibt alles trocken.

06.10.2013 Sonntag, 42. Tag
Wanderung quer ueber die Insel Korcula. Erst entlang der Nordkueste nach Osten, dann ueber Blato nach Suedosten und ueber Smokvica und Cara nach Pupnatska Luka an der Suedkueste. Dort uebernachten wir am Hang recht unbequem, da nicht ganz eben.

05.10.2013 Samstag, 41. Tag
Heute schon Ruhetag, da wir muede sind von den langen Maerschen in Plitvice und wenig Schlaf ... und weil ich mich um einen Tag vertan habe.
Wir haben zu wenig Wasser fuer den ganzen Tag. Am fruehen Nachmittag lasse ich Tocco frei, damit er sich selbst was suchen kann. Da Wolken aufziehen, baue ich mein Tarp auf und hoffe, auf diese Weise etwas Wasser aufzufangen. Nach einer halben Stunde ist Tocco wieder da. Hat wohl nichts gefunden und schaut, ob ich erfolgreicher bin. Bin ich nicht und so zieht er wieder los. Auch nach einer Stunde findet er nichts und legt sich schlafen. Dann endlich nieselt es doller und wir fangen einen halben Liter Trinkwasser fuer Tocco auf.

Nachtrag zur Zugfahrt:
Wir stiegen in den Nachtzug ein. Sofort lotste uns der Schaffner in ein riesiges "Abteil". Auf der linken Seite befand sich eine Reihe mit Runter-Klapp-Sitzen. In dem grossen Wagon stand nur ein einsames Fahrrad. Hier sollte ich Tocco anbinden. Mich wollte der Schaffner in ein normales Abteil bringen. Ich sagte ihm: "Kein Problem. Ich schlafe auch hier." Ich habe ja alles dabei, um auf dem Boden zu schlafen.

Da ich keine Fahrkarte besass, musste mir der Schaffner eine ausstellen, bzw. Eineinhalb, naemlich noch eine "halbe" fuer Tocco. Der Schaffner war clever und stellte ab einem Bahnhof spaeter aus. Dafuer verkaufte er mir 2 Pivo (Bier) fuer je 20 Kunar (etwa 2,60 €). Eines davon bekam ich. Eines war fuer ihn. Dafuer stoerte mich die ganze Nacht niemand mit Fahrkartenkontrolle und 10 Minuten vor Ankunft in Split weckte er mich und ich konnte in Ruhe alles einpacken.

04.10.2013 Freitag, 40. Tag
Aktuell am Bahnhof Vrhovine um 0 Uhr etwa 0°. Tocco schlaeft mit seiner Hundedecke auf meinem duennen Schlafsack. Um 1:15 Uhr steigen wir in den Zug ins warme Split. Um 1:30 Uhr faehrt er los und um 6:30 Uhr kommt er am Mittelmeer an. 10°, und ansteigend da gleich die Sonne aufgeht.
Wir schauen uns die Stadt ein wenig an. Bei Sonnenaufgang ist es noch ruhig. Gegen 9 Uhr wird es lebhaft und voll, immer mehr Touristen mischen sich unter die einheimischen Arbeiter.
Wir sondieren die Lage fuer uns. Eisenbahnschienen enden hier. Bus ist schwierig, die meisten nehmen keine Hunde mit. Laufen! Auf dem Festland oder eine der vielen Inseln? Wir nehmen die Faehre um 10:30 Uhr nach Vela Luka auf Korcula und wandern dort noerdlich bis an die Kueste. Als es nicht mehr weiter nach Norden geht, lagern wir. Tocco ist muede. Auf dem Schiff schlief er etwas. Aber die ganze Nacht davor fast gar nicht. Die erste Nachthaelfte musste er laufen. Die zweite Haelfte im Zug schlief er arg wenig, schaukelte ihm wohl zuviel. Die Zuege wackeln deutlich mehr als in Deutschland.

Von unserem Lagerplatz aus geniessen wir die Ruhe und die schoene Aussicht auf das Meer und die Insel Hvar, die Halbinsel Peljesac und die Berge des dahinter liegenden Festlands.

24.09.2013

Kroatien - Die Inseln

01.10.2013 Dienstag, 37. Tag
Glueck im Unglueck. Und ein Riesenumweg. Es gibt keinen Bus von Karlobag nach Plitvice (Plitvicka Jezera). Aber der Bus nach Zadar nimmt mich trotz Hund mit. Tocco zahlt allerdings den vollen Preis, darf dafuer auf den Sitz. Leider wird Tocco von den vielen Kurven schlecht und kotzt auf den Boden. Iiiihhhhh.
Der Bus von Zadar nach Plitvice nimmt uns nicht mit. Der Zug von Zadar nach Vrhovine dafuer. Aber nur der Nachtzug um 20:30 Uhr. Bis dahin schauen wir uns den Hafen von Zadar an.
Um 3:12 Uhr sind wir in Vrhovine, suchen uns ein Lager und wandern morgen notfalls die 22 km bis zum Nationalpark.

30.09.2013 Montag, 36. Tag
Es regnet und regnet. Noch ein Ruhetag? Oder packen wir alles nass ein und marschieren im Regen? Gegen 14 Uhr hoert der Regen auf, wir wandern 4 km zur Faehre in Misljak ganz im Sueden der Insel Rab. Von Jablanac auf dem Festland laufen wir die 3 km hoch bis zur Bundesstrasse. Dort ist eine Bushaltestelle, an der ein junger Kanadier mit Rucksack auf den naechsten Bus nach Split wartet. Tocco und ich warten mit und wagen einen zweiten Busfahr-Versuch. Diesmal klappt es, wir werden bis Karlobag mitgenommen. Von hier wollen wir morgen nach Osten zum UNESCO Welterbe Nationalpark Plitvizer Seen (NP Plitvicka Jezera).
Jetzt ist es dunkel und arg windig mit argen Boeen, der beruechtigte Bora. Hoffentlich finden wir einen geschuetzten Schlafplatz. Auf der Suche begegnet uns eine aeltere Frau mit einem Schild "Sobe", also "Zimmer". Echt zu bewundern, im Wind und Dunkeln auf Gaeste-Jagd zu sein. Oder zu bemitleiden? Sie schreibt mir auf einen Zettel "30". 30 Kunar frage ich mich selbst. Das waere superbillig, etwa 4 €. Doch dann ergaenzt sie "Euro". Ich gehe lachend weiter und finde bald ein kleines und etwas dorniges, aber windgeschuetztes Lager.

29.09.2013 Sonntag, 35. Tag
Von wegen Sonn-en-tag. Es wird windig und regnet. Das Meer kommt immer hoeher und naeher. Der kleine Strand wird immer kleiner und winziger. Zwischen zwei Gewittern fluechten wir auf eine hoehere Ebene, damit wir nicht von oben und unten nass werden.

28.09.2013 Samstag, 34. Tag
Am Morgen laufen wir nach Lopar und zum Strand "San Marino", hier sollen Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten nackt gebadet haben. Wir laufen den Geologischen Wanderweg durch die Berge und weiter bis Rab und auf der 7 km langen Promenade bis Barbat. Als die Strandpromenade endlich aufhoert und die Natur beginnt, suchen wir einen Schlafplatz und finden einen wunderschoenen, winzigen Strand. Nur eine junge Dame badet barbusig, dann sind Tocco und ich alleine, geniessen den Sonnenuntergang und bauen unser Lager auf.

27.09.2013 Freitag, 33. Tag
Wir suchen und suchen unseren Weg. Endlich an der Faehre in Valbiska angekommen, sind wir sicher doppelt so weit gelaufen, wie wir haetten sollen. Hatten leider nur eine schlechte Landkarte.
Eine knappe Stunde spaeter sind wir in Lopar auf Rab und laufen zu einem einsamen Strand im Norden.

26.09.2013 Donnerstag, 32. Tag
Eigentlich wollten Tocco und ich heute von Punat nach Baska wandern und von dort mit der Faehre zur Insel Rab rueber. Eigentlich, denn wir erfuhren, dass diese Faehre nicht mehr faehrt. Wir muessen nach Valbiska, ueber Krk 20 km nach Westen. Der Bus nach Krk nimmt uns nicht mit, Hunde verboten. Na, das kann ja was werden, wenn uns kein Bus in Kroatien mitnehmen sollte.
Ein paar Meter weiter in Punat treffen wir eine Familie mit Hund. Der Vater bietet spontan an, uns schnell mit dem Auto die 7 km nach Krk zu fahren. Wir nehmen dankend an. Von Krk laufen wir circa 5 km an der Kueste lang und uebernachten an einem schoenen Platz direkt am Mittelmeer.

25.09.2013 Mittwoch, 31. Tag
Wanderung ueber Malinska nach Krk. Hier sehen wir das erste Mal Wellen, in Rijeka, am Campingplatz und auf der Insel Krk hatten wir bisher keine gesehen. Dann laufen wir noch bis Punat.

24.09.2013 Dienstag, 30. Tag
Wanderung ueber Omisalj nach Nijvice meist an der Kueste entlang. Wir schlafen in einer Bucht kurz hinter Ortsende direkt am Meer. Keine Wellen, die See ist fast spiegelglatt wie ein See.

21.-23.09.2013 Samstag bis Montag, 27.-29. Tag
Wanderung von Rijeka meist auf viel befahrener Bundesstrasse ueber die "Most Krk", die Bruecke nach Krk, bis zum Campingplatz Kamp Pusca. Wir sind ganz im Norden der Insel und sehen Rijeka.

Sonntag ruhen wir, wie (fast) immer. Wir geniessen Sonne, Steine, Strand, Aussicht und Meer. Und einen kleinen Spaziergang nach Omisalj. Wie schoen, wie leicht es sich geht ohne Balast, ohne schweren Rucksack.

Sonnenschein ... warm ... faul ... blauer Montag. Erst heute am Dienstag wandern wir weiter nach Sueden.